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   Die Geschichte meines Bruders

 

Als mein Bruder 2018 zu Besuch kam, lagen seine insgesamt drei Schlaganfälle gut ein Jahr zurück.

Er war wie es schien ohne nennenswerte körperliche Schäden davon gekommen.

Ich horchte allerdings auf, als der einst begnadete Hobby-Musikant bei einem einfachen Walzer plötzlich einzelne Taktschläge oder auch ganze Takte wegließ – ohne es zu merken!

Die Vorfälle hatten offenbar doch ihre Spuren hinterlassen.

 

Durch mein Studium, meine Schlagzeugausbildung, langjährige Berufspraxis und Lehrtätigkeit auf musikalische und rhythmische Themen spezialisiert, begannen wir mit einfachen Übungsstunden.

Über seinen Körper sollte mein Bruder wieder mit dem Rhythmus in Verbindung treten: mit einfachen Klatsch- und Klopfübungen, Unabhängigkeitsübungen, aber auch mit rhythmischen Spaziergängen an der frischen Luft. 

Mein Bruder plante ein Übungskonzept fest in seinen Alltag ein und wir trafen uns zu regelmäßigen Trainingseinheiten.

Da die Rhythmus-Übungen nur über beide Körperhälften funktionieren, intuitive und bewußte Vorgänge kombinieren und damit auch beide Gehirnhälften aktivieren, trat noch ein anderer Effekt ein:

Mein Bruder fand nicht nur seinen musikalischen Rhythmus wieder. Das gesamte Nervensystem kam spürbar zur Ruhe, seine Agilität und Konzentrationsfähigkeit nahm zu, die depressiven Zustände nahmen ab und zuguterletzt machte ihm das Ganze auch noch richtig Freude.

 

Die Idee einer so effektiven Trainingsmethode, einer solch wirksamen Nach- oder auch Vorsorge, die zugleich alltagstauglich war und obendrein noch Struktur und Vergnügen brachte, begeisterte mich.

 

Das war das auslösende Moment, quasi mein 'innerer Auftrag' zum Start des Synapsentrainers :-)

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